My Heart...

Um sechs Uhr morgens wachte er ausgeschlafen aus, ziemlich komisch für diese Uhrzeit.
“Oh, du bist schon wach?”, kam es verwundert von seinem Vater, der schon in der Küche saß.
“Jab.”, antwortete Daniel nur, holte sich Milch aus dem Kühlschrank und goss sie in ein großes Glas.
Eine halbe Stunde später brach sein Vater auf, er hatte um halb acht einen Termin am anderen Ende der Stadt. Daniel ging sich duschen, er freute sich auf den Tag, da er wusste, dass er nun endlich frei von Jill war. Sie hatte kein Recht mehr ständig bei ihm zu sein.
Nicht, dass er sie nicht geliebt hätte, nur sie war viel zu besitzergreifend gewesen, das hat ihm seine Gefühle geraubt.
Als er aus dem Bad kam, stand seine Mutter mit großen Augen vor ihm.
“Du wach?”
“Jaha, ist das so abwägig?”, fragte er genervt.
Zurück in seinem Zimmer ließ er sich auf das Sofa fallen und sah grinsend die Decke an. Ihm fiel der große Fettfleck auf und er musste lachen. Als er sieben Jahre alt gewesen war, hatte er von seiner Mutter eine Comiczeitschrift bekommen und als Extra war eine ’Glibberhand’ dabei gewesen. Den lieben langen Tag hatte er das Teil in der Hand, ließ es kurz an den Wänden kleben und zog’s dann wieder ab. Nur als er diese Hand an die Decke geklebt hatte, war sie ihm aus der Hand gerutscht und er kam nicht mehr dran um sie abzuziehen.
Seine Mum war ziemlich böse deswegen und hatte ihm die Glibberhand weggenommen. Er dachte auch daran, wie sein Zimmer zu dem Zeitpunkt ausgesehen hatte:
Die Wände waren mit einer blauen Tapete und kleinen Sternen beklebt worden, sein Teppich war dunkelgrau mit bunten Clowns darauf und an den Fenstern hingen blaue Vorhänge, passend zur Tapete. Schon sein ganzes Leben wohnte er in diesem Zimmer, es war so oft verändert worden. Eingezogen war er in diesen Raum, als er neun Monate alt war. Es gibt Bilder, worauf er die Einrichtung sah.
Bis er zehn war, schmückten die Sterne und Clowns sein Zimmer. Hätte er sich nicht lauthals darüber beschwert, dass er fand, er würde in einem Babyzimmer leben, wäre es wahrscheinlich heute noch so.
Zu dem Zeitpunkt hatte er gerade Harry Potter und der Stein der Weisen gedreht und eines Abends kam er erschlagen nach Hause. Er kam in sein Zimmer und schrie einmal laut auf.
Es hatte plötzlich hellgelbe Wände, genau wie er es haben wollte. Sein Fußboden war mit Laminat ausgelegt und er hatte ein neues Bett.
“Muuuuuuum, Daaaaad, mein Zimmer… ist… danke… cool!”, hatte er gerufen und war ihnen um den Hals gesprungen.
Durch ein Klopfen wurde er aus seinen Gedanken gerissen.
“Ähm, ja?”, sagte er.
“Ich fahr jetzt los, bis später!”, es war seine Mutter gewesen.
“Ja, bis dann.”
Als sie weg war, ging er ins Wohnzimmer und klebte sich vor den Fernseher. Zur Zeit hatte er Ferien und der sechste Harry Potter war auch schon in den Kinos. Der siebte Film sollte erst im Februar angefangen werden, also hatte er jede Menge Zeit. Zumindest bis zum November. Das brauchte er auch, die letzten Jahre waren sehr anstrengend, Schule, filmen,… Zur Zeit tat er nur Dinge, die ihm gefielen. Ab und zu war mal ein Shooting oder er war zu Gast in einer TV Show, doch zum größten Teil hatte er frei.
Es klingelte.
Er sprang auf und öffnete die Tür und zu seiner Verwunderung war es Roxy.
“Oh, was machst du denn hier?”, fragte er perplex.
“Du hast deine Jacke vergessen!”, sich reichte sie ihm.
“Danke, komm doch rein!”, bat er.
Sie nickte lächelnd.
“Und hat Jill noch sehr viel Aufersehen geweckt?”, fragte Daniel nebenher.
“Frag bloß nicht, ich denke sie wird dir noch riesengroße Probleme machen!”, sagte sie kleinlaut.
“Ahja und wieso?”, fragte er ungläubig.
“Habt ihr die Zeitung von heute?”, fragte Roxy.
“Ja, warum?”
“Sieh’ mal rein!”, sagte sie.
Daniel ging in die Küche und schlug die erste Seite auf. Ihm fiel die Kinnlade runter. Mit großen Augen glotzte er ein Bild von sich an. Die Schlagzeile war ‘Daniel Radcliffe-Mieser Frauenheld?”.
“Hallo? Spinnt die?”, gab er von sich.
Er sprintete zum Telefon und wählte Jills Nummer.
“Ja?”, sagte Jill genervt.
“Du nimmst das sofort zurück ode rich zeige dich an wegen Rufmord!”, schrie Daniel ins Telefon.
“Wer ist da bitte?”, fragte sie gespielt.
“Du weißt es ganz genau! Nimm’ das zurück oder es wird dir leidtun. Nur weil du deinen ‘großen Fang’ verloren hast, musst du hier nicht so auf verletztes kleines Mädchen machen! Glaub mir, ich kann mich wehren dagegen und schneller als du glaubst!”, er legte auf.
Er war so ausser sich, dass er gegen die Wand trat.
“Au!”, schrie er im selben Moment. “Man, son Müll!”, fluchte er.
“Die wird sich schon wieder einkriegen!”, beruhigte Roxy ihn.
Normalerweise machte ihn sowas noch wütender, doch es besänftigte ihn auf irgendeine, besondere Weise.
Daniel schämte sich richtig dafür, dass er so schlecht über Roxy geredet hatte. Sie war außerordentlich höflich, freundlich und zuvorkommend. Außerdem war sie bildhübsch! Wirklich lange, dünne, blonde Haare, stechende, blaue Augen und ihr Gesicht versprach etwas Herzensgutes.
Gegen Mittag ging sie wieder nach Hause, da sie ihrer Mutter beim Essen machen helfen sollte. Kaum war sie gegangen, kam Daniels Vater nach Hause.
“Hey Dan! Was guckst du denn so verdreht?”, fragte er skeptisch.
“Hä? Ähm… ich guck nicht verdreht!”, grinste er und lief rosa an.
“Ist es wegen der jungen Dame, die eben unser Haus verlassen hat?”, fragte er grinsend.
“Schon möglich…”, sagte Daniel und ging langsam in sein Zimmer.
Sein Traum in der Nacht war wohl eine Art Vorhersage gewesen. Zumindest war Daniel äußerst gut gelaunt und ihm war warm ums Herz. So heftig hatte sich das bei Jill nie angefühlt. Gleich nach diesem Gedanken schüttelte er den Kopf: Er würde die beiden nicht miteinander vergleichen, niemals!
Daniel überlegte, er musste Roxy dazu bringen, sich mit ihm zu verabreden. Kurz entschlossen griff er nach seinem Handy und starrte es an.
Vielleicht sollte er sie anrufen? Nur wie? Er hatte ihre Nummer nicht. Da ging ihm ein Licht auf und er hüpfte aus dem Zimmer.
“Dad, wo ist unser Telefonbuch?”, fragte er.
“Na wo wohl? Ich schätze im Kühlschrank!”, lachte er.
“Danke!”, sagte Daniel und sah tatsächlich im Kühlschrank nach.
“Hä?”, dachte er laut.
“Du Dösel, das war ein Scherz! Dich muss es aber erwischt haben, meine Güte!”, lachte sein Vater und selbst Daniel musste mitlachen über seine Tranigkeit.
Er ging zum Telefonschrank und zog das Telefonbuch heraus. Zurück in seinem Zimmer suchte er nach Roxy’s Nummer. Sie hieß Roxanne Johnson. Und schneller als gedacht fand er sie.
Also wählte Daniel und wartete gespannt darauf, dass jemand abnahm.
“Ja?”
“Ähm, hallo! Hier ist Daniel, ist Roxanne zu sprechen?”
“Natürlich, einen Moment! Roxy? Telefon!”, sagte sie und ein Rascheln verriet ihm, dass der Hörer weitergereicht wurde.
“Ja, Roxy hier?”
“Hi, hier ist Dan!”, sagte er aufgeregt.
“Hey, was gibt’s denn?”, fragte sie erfreut.
“Ich wollte fragen, ob du vielleicht mit mir ins Kino gehen willst, heute Abend?”
“Ich… Na klar möchte ich!”, freute sie sich.
“Okay, ich hol dich dann um halb acht ab?”, schlug Daniel glücklich vor.
“Ja!”
Daniel war überglücklich, er hatte ein Date mit Roxy.




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