My Heart...

Je mehr es auf den Abend zugang, war er aufgeregter. Es kribbelte ihm richtig im Bauch, wenn er daran dachte. Zur Ablenkung, da es erst fünf Uhr war, schmiss er eine DVD ein und machte es sich auf dem Sofa gemütlich.
Da er sich kannte und gerne mal einschlief auf dem Sofa, stellte er sein Handy auf sieben Uhr, nur für den Fall. Kaum war der Film in vollem Gange, brannten ihm auch schon die Augen. Noch kämpfte er gegen an, doch es dauerte nicht wirklich lange und er war eingeschlummert. Da hatte er in der letzten Nacht wohl doch zu wenig geschlafen.
Rrrrriiiiiiiiing
Er schreckte auf. Von diesem schrecklichen Weckton wachte er immer sofort auf, was auch der Grund war, dass er ihn eingestellt hatte.
Sieben Uhr, Daniel war hellwach. Er hüpfte aus dem Zimmer und wollte ins Bad - doch es war abgeschlossen.
Er klopfte aufgeregt an der Tür. “Hallooo, ich muss da rein!! Wer ist denn da?”, fragte er.
“Deine Frau Mutter nimmt ein Bad!”, kam es grummelnd von innen.
“Toll!”, grummelte Daniel zurück und ging in sein Zimmer zurück.
Er zog sich um und musste sich wohl oder übel im Gäste WC waschen und Haare machen. Kurz vor halb acht kam dann seine Mutter im Jogginganzug nach unten.
“So, mein Sohn, jetzt bin ich fertig! Das Bad ist frei für dich.”, sagte sie grinsend.
“Haha, ich muss jetzt los. Bis später!”
Er machte sich auf den Weg. Er und Roxy wollten sich auf halbem Weg treffen. Dann konnten sie zu Fuß gehen. Es war noch richtig schön warm, eine schöne, klare Luft. Nachdem er zehn Minuten gegangen war, sah er Roxy in der Ferne auftauchen.
Sie winkte ihm zu, was Daniel erwiderte. Er ging aufgeregt schneller und kurz darauf hatten sie einander erreicht.
“Hi, wie geht’s?”, fragte er sie.
“Super, alles Bestens! Ich hoffe bei dir auch?”
Daniel nickte lächelnd. Sie liefen zur nahegelegenen U-Bahnstation und fuhren in die City. Als sie vor der Kinokasse standen, bemerkten sie, dass nur Filme liefen, die sie schon gesehen hatten oder die keiner von ihnen sehen wollte.
“Und nun?”, sagte Daniel leicht niedergeschlagen.
“Keinen Grund zur Sorge! Immerhin leben wir in London, wir finden schon eine Beschäftigung!”, grinste Roxy und lief ihm voran aus dem Kino.
Sie gingen ein wenig an der Themse spazieren und holten sich bei einem HotDog Stand was zu Essen. Kauend ließen sie sich an einem kleinen Sandstrand nieder und sahen der Sonne beim Untergehen zu. Sie schwiegen, genossen einfach die Stille, die hier herrschte.
“Schönes Plätzchen hier!”, lächelte Roxy Daniel an.
“Da hast du Recht!”, antwortete er ruhig.
Wieder schwiegen sie eine Weile. Doch es war kein peinliches Schweigen, es war wunderschön.
“Hat Jill noch was gesagt?”, fragte Roxy plötzlich.
“Hä? Ähm… nein, hat sie nicht. Ist mir ehrlich gesagt auch egal, sie kann ruhig bis an ihr Lebensende auf mich wütend sein!”, sagte Daniel bestimmt und lächelte sie an.
“Mit mir redet sie auch nicht mehr. Um ehrlich zu
sein, sie war sowieso nie eine wirklich zuverlässige Freundin. Bei ihr ging es immer nur darum, Eindruck zu schinden und sich wichtig zu machen. Das ist einfach nicht mein Ding! Mir gefällt, wie sehr du auf dem Teppich geblieben bist, Dan!”
“Wenn ich mir andere Promis ansehe, dann hast du wohl Recht. Ich hab das eigentlich meinen Eltern zu verdanken. Wenn ich kurz davor war abzuheben, haben sie mich wieder runtergeholt. Ich bin aber natürlich auch sehr froh, dass es so ist, wie es ist.”, erklärte er.
Sie schwiegen wieder einige Minuten lang.
“Was denkst du über unseren Kuss gestern?”, fragte Roxy so plötzlich, dass Daniel sich an seiner eigenen Spucke verschluckte.
“Ich fand ihn wunderschön. So schön geküßt wurde ich schon lange nicht mehr!”, sagte er und lief rot an.
“Geht mir auch so. Du bist ein guter Küsser!”, grinste sie.
“Ach ja? Wirklich? Dann können wir das ja wiederholen!”, flüsterte er und näherte sich ihr.
Sie versanken in einen langen, leidenschaftliche Kuss. Sie vergaßen alles um sich herum und es kam Daniel wie Stunden vor, bis sie sich trennten.
“Wow!”, kam es von Roxy.
Daniel sah sie an, nun war es gänzlich um ihn geschehen. Er hatte sich in Roxy verliebt.
Als er auf seine Uhr sah, fiel ihm auf, dass es schon halb zehn war.
“Irgendwie ist mir kalt. Hast du Lust mit zu mir zu kommen? Meine Mum ist bis Sonntag auf Geschäftsreise in Berlin!”, grinste sie.
“Oh, ja, sehr gern sogar!”, lächelte er und sie machten sich auf den Weg.
Es sah in dem kleinen Backsteinhaus nun viel aufgeräumter aus. Anscheinend sah alles so vollgestopft aus, weil alles zur Seite geräumt wurde für die Feier.
“Möchtest du was trinken?”, fragte sie Daniel.
“Ja, eine Cola wär nicht schlecht!”, antwortete er.
Zwei Minuten später kam Roxy mit einer Flasche Cola und zwei Gläsern aus der Küche und ging ihm voran in die obere Etage. Sie hatte ein recht großes Zimmer. Es war aufgeräumt und schön eingerichtet. Sie stellte die Flasche und die Gläser auf dem kleinen Sofatisch ab und ließ sich auf ihre Couch fallen.
“Komm doch her!”, bat sie Daniel, der sich natürlich sofort neben sie setzte.
“Und? Wo waren wir stehen geblieben?”, fragte sie und sie fingen an sich weiter zu küssen.
Immer stürmischer, immer heftiger und dann….

Am nächsten Morgen wurden sie durch das Klingen von Daniels Handy geweckt.
“Scheiße!”, entfuhr es ihm und er ging ran.
“Ja?”
“Wo bist du, Dan?”, wollte seine Mutter wissen.
“Oh man, das tut mir wirklich leid, Mum! Ich hab bei Roxy übernachtet und völlig vergessen Bescheid zu sagen. Tut mir wirklich leid!”, sagte er beschämt.
“Ist schon in Ordnung. Ich wollte nur wissen wo du bist, viel Spaß noch!”, und sie legte auf.
Daniel glotzte stirnrunzelnd auf sein Handy. Sonst hatte er immer ziemlich großen Anschiss bekommen, wenn er sowas vergessen hatte. Naja, er war ja auch vor einer Woche neunzehn geworden, vielleicht hatte er nun mehr Freiheiten.
Roxy sah ihn an. Sie waren beide noch immer nackt und unglaublich glücklich.
“Jill weiß gar nicht, was sie für nen tollen Kerl hatte!”, grinste sie und legte ihren Kopf auf seine Brust.
Daniel hatte nun also eine neue Freundin: Roxy. Es war alles viel intensiver, als mit Jill. Viel romantischer.
Er verbrachte das gesamte Wochenende dort. Sie verließen kaum das Haus, lagen fast nur im Bett herum und redeten, kuschelten, küssten,… alles was so dazu gehört.
Schweren Herzens verließ Daniel am späten Sonntagnachmittag das Haus und stiefelte nach Hause. Dort erwarteten ihn seine unentwegt grinsenden Eltern.
“Naaaa!”, kam es von seinem Vater.
“Hey.”, sagte Daniel nur und wollte gerade in sein Zimmer gehen.
“Wie wars?”
“Toll!”
“Herkommen.”, forderte seine Mutter ihn auf.
“Was denn?”
“Hinsetzen!”
“Was wollt ihr von mir?”, fragte Daniel genervt.
“Wissen, was unser Sohn an diesem Wochenende so gemacht hat!”, zwinkerte sein Vater.
“Schöne Dinge!”, antwortete Daniel, irgendwie schneller, als er gedacht hat.
Seine Mutter lief rot an und sein Vater grinste verschmitzt.
“Ihr seid ja schrecklich!”, lachte Daniel. “Das ist doch nicht meine erste Freundin!”
“Aber das erste Mädchen, bei der du nach dem ersten Date drei Tage verbracht hast!”
“Na und?”
Er wurde noch weiter ausgefragt und konnte sich erst eine Stunde später loseisen. In seinem Zimmer angekommen rief er sofort Roxy an. Sie redeten bis in den späten Abend hinein. Doch gegen elf Uhr stand Daniels Mutter in der Tür und gab ihm Zeichen, er solle endlich aufhören.
Also legte er auf und funkelte seine Mutter an.
“Warum denn?”, fragte er gereizt.
“Weil dein Vater und ich gerne schlafen wollen. Darum. Ihr könnt morgen gern weiterreden, aber für heute ist Schluss!”




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