My Heart...

Am Nachmittag half Daniels Familie Roxy alles für eine Beerdigung in die Wege zu leiten. Seine Freundin blieb vorerst im Hause der Radcliffes. Die Beerdigung sollte am 19. August 2008 stattfinden. Das waren nun noch zwei Tage.
Roxy lag tagsüber oft nur im Bett. Daniel konnte es ihr nicht verübeln, sie hatte ihr letztes Familienmitglied verloren. Jetzt kam ihm in den Sinn, wie sich wohl Harry Potter fühlte. Zudem kam noch, dass sie sich jeden Morgen mindestens einmal übergab.
Am Morgen der Beerdigung war es besonders schlimm.
“Roxy, wir müssen los, nun komm endlich da raus!”, rief Daniel durch die Badezimmertür.
“Ich kann nicht dahin!”, wimmerte sie.
“Du musst mit, deine Mutter würde das sicher wollen. Komm!”, sagte Daniel verzweifelt.
Sie konnte doch nicht einfach hier bleiben, immerhin gings da um ihre Mutter.
Doch am Ende kam sie doch mit. Der Trauergottesdienst war kläglich besucht. Wahrscheinlich hatten sie und Roxy nicht so viele Leute gekannt.
Als der Sarg ins Grab gelassen wurde, brach Roxy weinend zusammen und musste sich später von Daniel stützen lassen.
“Mir ist so schlecht!”, flüsterte sie leise.
“Was?”, sagte Daniel nur, doch er bekam keine Antwort.
Erst zwei Stunden später konnte sie sich von dem Grab ihrer Mutter trennen. Zuhause redete sie kein Wort und schloss sich im Bad ein. Daniel war sich sicher, dass sie sich wieder übergab. Doch er sagte nichts davon seiner Mutter.
In der darauffolgenden Woche hatte Daniel wieder einige Termine in TV-Shows und dergleichen, so daß er nicht ununterbrochen bei seiner Freundin sein konnte. Doch seine Mutter versprach ihm, auf sie aufzupassen.
Zwei Wochen der Tauer vergingen und Roxy hatte sich wieder etwas gefangen. Ihre Gesichtsfarbe war wieder zurückgekehrt und ab und zu lächelte sie auch wieder. Nur die Übelkeit und das Übergeben blieben.
Eines Morgens wurde Daniel durch eine Diskussion im Bad geweckt.
“Roxy, ich will dir nichts Böses! Du siehst, was mit deiner Mum passiert ist, geh lieber zum Arzt! Seit drei Wochen bist du hier und übergibst dich täglich. Das kann keinesfalls richtig sein und mit Stress zusammen hängen!”
“Das ist mir egal. Ich will das nicht und hier kann mir das auch keiner vorschreiben, ich bin für mich selber verantwortlich.”, zischte sie.
Den ganzen Morgen über herrschte dicke Luft im Haus und Daniel konnte es kaum noch aushalten. Er setzte sich neben Roxy, die in seinem Zimmer auf der Couch saß und vor sich herstarrte.
“Rox, ich mach mir auch Sorgen um dich! Bitte, bitte geh doch zum Arzt. Bitte!”, sagte er ruhig.
Roxy sah ihn verzweifelt an.
“Was, wenn etwas Schlimmes mit mir ist? Wenn auch ich krank bin?”, fragte sie und eine Träne lief ihr über die Wange.
“Du bist bestimmt nicht schlimm krank! Lass uns zum Arzt gehen und er kann dann genau sagen, was mit dir los ist!”, lächelte Daniel und strich ihr über die Wange.
Als sie sich zehn Minuten später überwunden hatte, gingen beide nach unten und baten Daniels Mutter darum, sie zum Arzt zu fahren.
Erleichtert darüber sagte sie ja und sie machten sich auf den Weg.
Roxy kam recht schnell an die Reihe und sie bat Daniel mitzukommen, als seelischen Beistand. Sie erklärte dem Arzt, was mit ihr los war. Dieser nahm ihr erst einmal Blut ab und machte dann einen Ultraschall.
Nach einigen Minuten saßen sie und Daniel vor seinem Schreibtisch. Er sah sich grad den Blutschnelltest an und vergleichte, komischerweise, das Ultraschallbild damit.
“Mrs. Johnson, sie sind kerngesund!”, eröffnete er lächelnd und Roxy atmete auf.
“Sie sind einfach nur schwanger!”, fuhr er fort und reichte ihr die Hand.
Die Erleichterung verschwand so schnell, wie sie gekommen war.
“Bitte WAS?”, schrie sie fast.
“Sie sind in der vierten Woche schwanger!”, wiederholte er noch einmal.
“Ach du scheiße!”, entfuhr es ihr und sie fiel fast in Ohnmacht.
Daniel saß wie gelähmt dort und starrte unglaübig den Arzt an.
“Sie werden wohl der Vater sein?”
Daniel rührte sich nicht. Er konnte das nicht glauben. Es war, als würde ihm kräftig in den Hintern getreten.
Verschwommen nahm er noch wahr, dass der Arzt erklärte, der Geburtstermin würde Anfang Mai sein. GBEURTSTERMIN! Dachte er innerlich. GEBURT. BABY. KIND. ER ein Vater.
Nach Stunden, so kam es ihm vor, verließen sie die Praxis und stiegen zu Daniels Mutter ins Auto, die dort auf sie wartete.
“Und?”, wollte sie gut gelaunt wissen.
Doch als sie die Gesichter der Beiden sah, erlosch ihr Lächeln.
“Was ist mit dir, Roxy?”
Diese begann zu weinen, sie brachte kein Wort heraus.
“Sie ist schwanger.”, sagte Daniel leise, er wusste nicht, wie er das sagen konnte, doch es sprudelte aus ihm heraus, als wenn sein Mund ein Eigenleben hätte.
“Was?”, quiekte sie.
Geschockt drehte sie sich um und startete den Motor und ohne ein weiteres Wort fuhr sie durch die Stadt zurück nach Hause.
“Vielen Dank, aber ich werde mal nach Hause gehen, ich brauch ein wenig Abstand!”, erklärte Roxy und holte nur ihre nötigsten Sachen aus Daniels Zimmer.
Sie sah Daniel noch einmal mit leeren Augen an und war dann verschwunden. Er selber ließ sich aufs Bett fallen und starrte die Decke an. Sie waren so dämlich gewesen. Sie hatten erst einmal Sex und dann wird sie gleich schwanger. Er könnte sich ohrfeigen. Sie hatten nicht einmal daran gedacht, dass es sowas sein könnte. Klar, Daniel hatte innerlich gedacht, sie nimmt die Pille, aber dem war anscheinend nicht so. Ein kleiner Anflug von Wut auf Roxy sprudelte in ihm auf. Warum hatte sie nicht auf ein Kondom bestanden?




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